Einzelpersonen und Familien
DIAKONIEHilfe unterstützt Einzelpersonen und Familien in Notlagen gezielt. Damit Zuversicht wieder wächst und die Menschen wieder nach Vorne blicken können. Mit ihrer Hilfe kann das Gelingen!
Bewilligungskriterien
1. Existentielle Notlage
Eine Förderung der betroffenen Personen hängt von der Schwere der Notlage ab. Vor der Antragstellung müssen alle anderen gesetzlichen Möglichkeiten der Unterstützung ausgeschöpft worden sein. Da die Anspruchskriterien seitens des Gesetzgebers fortlaufend verschärft werden, erhalten immer mehr Menschen immer weniger staatliche Unterstützung, obwohl sie sich häufig in prekären finanziellen Notlagen befinden.
2. Nachrangigkeit
Vor der Gewährung von Beihilfen durch das Diakonische Werk werden vorhanden Ansprüche der Hilfesuchenenden gegenüber Dritten geprüft. Dies können der Arbeitgeber, die Krankenkasse, kommunale Stellen/ SGB-II-Träger oder auch unterhaltspflichtige Angehörige sein. Erst wenn diese Netze nicht mehr greifen, tritt die Diakonie ein. In den meisten Fällen erfolgt eine Beihilfe in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde oder dem Kirchenkreis des jeweiligen Wohnortes der Hilfesuchenden. In der Regel erfolgt die Beratung, die Begleitung und die Antragstellung über die/den Kirchenkreissozialarbeiter/in.
3. Perspektive
Bei der Antragstellung für die Hilfe suchenden Personen ist es notwendig, dass eine positive Perspektive in Hinblick auf ihre zukünftige Lebenssituation erkennbar ist: So erscheint es z.B. wenig sinnvoll, bei einer Verschuldung von 40.000 € einen einfachen Zuschuss von 360 € zu geben. Sinnvoll ist es aber, durch einen Zuschuss von 360 € die Stromschulden zu bezahlen, wenn die Bezahlung die Voraussetzung für ein Schuldenbereinigungsverfahren darstellt, durch das die Betroffenen eine neue Lebensperspektive erhalten. Der Betrag muss eine Veränderung bewirken, im wahrsten Sinne des Wortes „notwendend“ sein.
Hier finde ich Hilfe
Bitte wenden Sie sich an Ihre Diakonie vor Ort. Die Kontaktdaten finden Sie in Ihrem örtlichen Telefonbuch oder hier: Meine Diakonie vor Ort
Zahlen zur Armut
In Niedersachsen gilt jeder 7. als arm. 13,7 Prozent hatten weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Einkommens (563 €) zur Verfügung. Die Zahl ist leicht rückläufig. Und doch ist jeder Mensch, der arm ist, einer zuviel. Insgesamt leben in Niedersachsen 1.079.000 arme Menschen.
Dahinter verbergen sich unzählige Schicksale, Enttäuschungen – und auch Hoffnungen. Besonders tragisch: Kinder sind immer stärker betroffen. Und: Je mehr Kinder jemand hat, desto höher wird das Armutsrisiko. Bei Haushalten mit 5 Personen und mehr gilt sogar jede 3. Familie als arm. Diese Tendenz wird auch durch den neu vorgelegten Nationalen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung bestätigt.
Die Diskussionen über Ursachen und Strategien gegen die wachsende Armut in Deutschland werden kontrovers geführt. Es gibt keine einfachen Antworten.
Davon unabhängig ist unsere tatkräftige Hilfe notwendig, jetzt sofort. Denn: die Zahl von Anträgen auf Einzelfallbeihilfen steigt ständig.
Vor dem Hintergrund der Sozialrechtsreformen steigen Armutsrisiken und damit auch die Zahl der Bedürftigen. Daher intensivieren wir unser Engagement.
Die überwiegende Zahl der Anträge bewegt sich im Themenkreis Arbeitslosigkeit - Krankheit - Gewalt - Trennung/Scheidung - Alleinerziehen. Oft ist ein Ereignis der Auslöser, weitere Faktoren kommen dazu, eine Krisensituation entwickelt sich, die dann in der Folge nicht mehr ohne fremde Hilfe zu bewältigen ist.
