Einzelfallhilfe

Menschen geraten aus unterschiedlichen Gründen in Not. Oft sind es Kombinationen von Ereignissen, die eine Kettenreaktion auslösen. Beispiele sollen das verdeutlichen.

Hinweis: Zur Wahrung der Anonymität wurden die Namen und Wohnorte der beschriebenen Personen geändert.

Krankheit

Frau Müller ist seit Jahren immer wieder im Diakonischen Werk vorstellig geworden. Sie und ihre Familie werden seit Jahren von Schicksalsschlägen getroffen. Sandra Müller hat vier Töchter. Paula hat ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) und damit verbunden erhebliche soziale Schwierigkeiten. Tochter Sabrina erkrankte im Kleinkinderalter an MDS (Krebserkrankung), in dieser Zeit war Frau Müller schwanger mit ihrer Tochter Nina. Nina hat Entwicklungsdefizite und besucht auf Grund ihrer Sprachstörungen einen heilpädagogischen Kindergarten. Auch diese Schwangerschaft war sehr problematisch und von Konflikten begleitet.

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Armut

Herr Otto ist Klient in der Sozial- und Schuldnerberatung des Diakonischen Werkes. Durch lange Arbeitslosigkeit und eine rapide Verschlechterung des Gesundheitszustandes kam er in eine bedrohliche Situation.Zwar konnte Herr Otto eine kleine Rente und Grundsicherung beantragen, auch konnten Gläubiger auf den Verzicht weiterer Forderungen bewegt werden. Jedoch belasten ihn die Zuzahlungen zu dringend benötigten Medikamenten schwer. Dazu kommt, dass Herr Otto dringend eine neue Matratze, Rahmen und ein Bett benötigt. Auch sind verschlissene Küchengeräte und Geschirr zu ersetzen und die Wohnung muß gestrichen werden.

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Arbeitslosigkeit

Frau Annabel Gavi ist alleinerziehende Mutter eines sechsjährigen Sohnes. Zum Vater des Kindes besteht kein Kontakt. Früher arbeitete Frau Gavi als Verkäuferin. Die Firma, bei der sie arbeitete, gibt es nicht mehr. Frau Gavi war mehrere Zeit arbeitsunfähig erkrankt, bis Mitte Oktober war sie acht Wochen in stationärer Behandlung in einer psychosomatischen Klinik, aus der sie als genesen entlassen wurde. Während des Klinikaufenthaltes suchte Frau Gavi eine Schuldnerberatungsstelle auf. Ziel ist es dass Frau Gavi neben ihren persönlichen Problemen eine Perspektive für die Überwindung ihrer Verschuldungssituation benötigt. Hauptursache der Zahlungsrückstände sind erhebliche Ratenzahlungen, die Frau Gavi an andere Gläubiger zu leisten hatte. So fehlte immer wieder Geld, um die laufenden Kosten zu decken.

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Alleinerziehend

Frau Schmidt ist eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern im Alter von 11 und 14 Jahren. Sie ist seit einiger Zeit mit unserer Beratungsstelle in Kontakt und leitet seit einiger Zeit die Alleinerziehendengruppe. Nach Trennung und Scheidung kam sie in Sozialhilfebezug. Es gelang ihr dennoch, ihre aus der Ehe übernommenen Schulden abzubezahlen und durch eine Qualifizierungsmaßnahme den Beruf der Altenplegehelferin zu erlernen. Trotz ihrer Arbeit in einer ambulamten Pflegeeinrichtung mit 19,25 h reicht der Verdienst nicht aus, um die nötigsten Kosten zu decken. Bereits der Wegfall der Gebührenbefreiung der GEZ führte zu einer krisenhaften Situation. Da die Verdienste wechselhaft sind, wird auch das Wohngeld nur zeitverzögert gezahlt.

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